Das schwule „Ebenbild Gottes“ und und evangelikale Pfaffen


Bild: bpb.de
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Mit Michael Diener ist ein Evangelikaler in den Rat der EKD gewählt worden, der „praktizierte Homosexualität“ ablehnt. Eine gute Wahl, findet Anne Kampf: Denn die verschiedenen Lager in der evangelischen Kirche müssen miteinander reden.

Von Anne Kampf|evangelisch.de

Als Michael Diener Anfang November in den Rat der EKD gewählt wurde, gab es prompt scharfe Kritik, zum Beispiel auf queer.de und auf Facebook: Einen „Homo-Heiler“ im Leitungsgremium der Evangelischen Kirche in Deutschland wollen viele nicht. Diener ist Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes und ehrenamtlicher Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz. Und es stimmt, er schrieb in seinem Präsesbericht 2014 klipp und klar: „Unser Verständnis der Schrift führt zu einem negativen Urteil über praktizierte Homosexualität.“ Diener empfiehlt Enthaltsamkeit und kann sich nicht vorstellen, dass Homosexuelle in den Gemeinschaften des Gnadauer Verbandes hauptamtlich mitarbeiten; auch Segnungen lehnt er ab.

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