Der Vatikan entweiht die Rockmusik


Papst Franziskus (rechts) bei einem Besuch auf den Phlippinen. Keystone
Zwar gibt es gewisse Parallelen zwischen einem Gottesdienst und einem Rockkonzert. Dass der Papst, der wohl grösste Popstar der Welt, nun aber im Musikgeschäft mitmischen will, erachte ich als eine der bescheuertesten Ideen seit Rondo Veneziano.

Von Gregi Sigrist|Radio SRF

Wie viel Rock steckt unter der Soutane?

Die als päpstliches Rock-Album angekündigte Veröffentlichung von Papst Franziskus, hat mit Rock reichlich wenig an der Mitra. Produziert wurde das Album vom brasilianischen Priester Don Giulo Neroni und dem italienischen Musiker Toni Pagliuca (ehemaliges Mitglied der Band Le Orme).

Die musikalische Scheusslichkeit der Produktion ist schnell zusammengefasst: Es klingt nach Warenhausgesäusel. Die Arrangements schlängeln sich um Reden und Predigten des Papstes und gipfeln bei der Single «Wake Up! Go! Go! Forward!» in einem Refrain, der in punkto Originalität an Armseligkeit kaum zu toppen ist.

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