Was die Nato in Syrien von Israel lernen kann


Intensive Gespräche: Israels Premier Benjamin Netanjahu während seines Besuchs in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin Foto: picture alliance / AP Images
Der Abschuss des russischen Bombers zeigt, wie überfüllt und riskant Syriens Luftraum ist. Israel hat eingerichtet, was andere versäumt haben: Eine Hotline zu Moskau, um Militäraktionen abzustimmen.

Von Gil Yaron|DIE WELT

Es ist schon fast ein Wunder, dass es erst jetzt zu dem Zwischenfall kam: Seit Russland vor wenigen Wochen seine Bombardements zur Unterstützung des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad begann, warnen Experten vor Chaos in Syriens Luftraum. Mindestens 14 verschiedene Luftwaffen durchkreuzen nämlich inzwischen den Himmel des Landes.

Auf der einen Seite kämpft die US-geführte Koalition gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) – außer den Amerikanern gehören dazu noch Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Bahrain, Kanada, Australien, die Türkei und über dem irakischen Luftraum auch Großbritannien. Die Allianz stimmt sich nicht mit dem Regime Assads ab, dessen Luftwaffe inzwischen von russischen Fliegern unterstützt wird. Im Oktober hatten Washington und Moskau ein Frühwarnsystem vereinbart, das aber offenbar erst einmal benutzt wurde, nämlich als Moskau nach den Pariser Anschlägen die IS-Hochburg Rakka bombardierte.

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