Bayerische Humanisten verhelfen bedrohtem Blogger zur Flucht nach Deutschland


Leben auf der Todesliste: Ein säkularer Blogger aus Bangladesch lebt seit kurzem in Nürnberg.

Von Marco Schrage|diesseits.de

Tanmoy K. ist Freidenker, Atheist und Humanist. Weil er über seine Überzeugungen bloggt, bedrohen religiöse Extremisten ihn in seiner Heimat Bangladesch mit dem Tod. Mit Hilfe des Humanistischen Verbandes Bayern gelangen ihm und seiner Frau nun rechtzeitig die Ausreise nach Deutschland.

„Auf dem Papier ist Bangladesch ein säkularer Staat“, sagt Tanmoy K., „doch in der Realität zählt das wenig.“ Gerade in Chittagong, der großen Hafenstadt, in der K. zuletzt als Ingenieur arbeitete, wimmelt es vor religiösen Fundamentalisten. Und die nahmen K. bald ins Visier. Warum? Seit 2009 schrieb der 31-Jährige regelmäßig auf seinem Blog über Wissenschaft und Technik, Humanismus, Demokratie und ein säkulares Gemeinwesen. Er schrieb über islamisches Bankwesen, das für ihn nur ein Etikettenschwindel ist, er trat ein für die Gleichberechtigung von Frauen und das Ende religiöser und ethnischer Diskriminierung.

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