Ilse Aigner: „Ich erwarte Verzicht auf Vollverschleierung“


Bayerns Wirtschaftsministerin und Vizeministerpräsidentin Ilse Aigner – hier beim CSU-Parteitag am 20. November in München – gilt neben Finanzminister Markus Söder als Favorit für die Nachfolge von Parteichef Horst Seehofer. Sie steht dem Bezirk Oberbayern vor, der von der Flüchtlingswelle besonders tangiert ist Foto: picture alliance / dpa
Bayerns Wirtschaftsministerin will, dass alle Burka und Nikab ablegen – selbst Touristinnen aus dem arabischen Raum. Von Deutschlands Muslimen fordert Ilse Aigner ein Bekenntnis gegen Islamismus.

Von Thomas Sebastian Vitzthum|DIE WELT

Die Welt: Frau Aigner, die CSU hat auf dem Parteitag beschlossen, dass ihre Politiker Prinzipien des christlichen Glaubens beherzigen sollen. Ist es so weit gekommen, dass dafür ein Beschluss nötig ist?

Ilse Aigner: Das ist doch kein Beschluss für die Binnenwirkung. Es ist eine Bestärkung unserer Position, die auch nach außen deutlich macht, wo wir stehen. Um die CSU müssen Sie sich keine Sorgen machen. Aber generell halte ich es in diesen Zeiten für wichtig, dass wir uns des Fundaments, auf dem wir stehen, immer wieder bewusst werden.

Die Welt: Ist das eine Reaktion auf den Zustrom vieler Muslime?

Aigner: Es geht darum, zu zeigen, dass wir unsere eigenen Werte haben. Dass das christliche Menschenbild für uns Grundlage des politischen Handelns ist.

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