Jupiters Wirbelstürme drehen anders


Real-Aufnahme Jupiters und eine Computersimulation antizyklonischer (blau) und zyklonischer Winde (rot) © NASA/JPL/ University of Alberta/ MPS
Verkehrt herum: Warum sich die gewaltigen Wirbelstürme des Jupiter „verkehrt herum“ drehen und wie sie entstehen, haben nun Forscher mit Hilfe eines Computermodells aufgeklärt. Demnach bilden sich diese Gaswirbel nicht durch den Sog von Tiefdruckgebieten, sondern erst dann, wenn aufsteigendes Gas auf höhere, stabile Schichten trifft und dort abgelenkt und verwirbelt wird. Warum aber der Große Rote Fleck und andere Wirbelstürme des Jupiter so langlebig sind, bleibt offen, so die Forscher im Fachmagazin „Nature Geoscience“.

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Die Atmosphäre des Jupiter ist ein ziemlich unruhiger Ort, wie die gut sichtbaren Bänder aus tobenden Stürmen bezeugen. In den Windbändern des Gasriesen rasen Wolken aus gefrorenen Ammoniakkörnchen mit Windgeschwindigkeiten bis zu 550 Kilometern pro Stunde um den Planeten. Vor allem in Äquatornähe kreisen zudem riesige Wirbelstürme wie der bekannte Große Rote Fleck. Während einige dieser Stürme langlebig sind und auf der Stelle zu stehen scheinen, sind andere weitaus wechselhafter.

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