Kamera „sieht“ Treibhausgase


Die Methan-Kamera im Einsatz in einem Feuchtgebiet in Schweden. © Linköping Universitet
Optische Spürnase: Forscher haben eine Kamera entwickelt, die das starke Treibhausgas Methan in der Umwelt aufspüren und sichtbar machen kann. Mittels Infrarotsensoren und spektrometrischen Messungen kann der Methanausstoß selbst einzelner Schornsteine oder von Stallfenstern aus mehr als hundert Metern Entfernung identifiziert und seine Menge gemessen werden, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Climate Change“ berichten.

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Methan ist ein potentes Treibhausgas mit mehr als 20-Mal so hoher Treibhauswirkung wie Kohlendioxid. Es wird bei der Erdgasgewinnung und aus Feuchtgebieten freigesetzt, aber auch durch Rinder und andere Wiederkäuer sowie aus Mülldeponien. Durch den Klimawandel geben zudem Permafrostböden und der Meeresgrund immer größere Mengen Methan ab. Entsprechend wichtig ist es die Quellen dieses Gases möglichst genau zu kennen und zu überwachen. Doch das ist nicht so einfach, denn Satellitenmessungen sind oft zu grob, um die Quellen genau zu lokalisieren.

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