Technologie-Test für Nachweis von Gravitationswellen


Die Raumsonde LISA Pathfinder (künstlerische Darstellung) dient als Test für wichtige Technologien zum direkten Nachweis von Gravitationswellen. © ESA/ATG medialab
Die Suche nach Gravitationswellen geht weiter: In wenigen Tagen startet die Raumsonde LISA Pathfinder, die wichtige Technologien für den Nachweis der schwer fassbaren Wellen testen soll. Die Systeme der Sonde können Distanzen auf ein Millionstel der Dicke eines Haares genau messen und ihre Experimente gegen alle äußeren Störfaktoren abschirmen. Gelingt dieser Test, ist dies ein wichtiger Schritt zu einem Weltraumobservatorium für Gravitationswellen.

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Gravitationswellen sind so etwas wie ein heiliger Gral der Astrophysik: Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie sagt voraus, dass sie existieren müssen, doch beobachtet hat sie noch niemand. Gewaltige kosmische Ereignisse wie verschmelzende Schwarze Löcher oder Sternenexplosionen lassen der Theorie zufolge die Raumzeit Wellen schlagen, ähnlich wie ein in einen Teich geworfener Kiesel Wellen über die Wasseroberfläche schickt. Solche Gravitationswellen sind jedoch bislang nur indirekt nachweisbar. Detektoren auf der Erde, die die Laufzeiten von Laserpulsen über hunderte von Metern miteinander vergleichen und so kleinste Verformungen der Raumzeit direkt messen sollen, hatten bislang keinen Erfolg.

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