Im Visier: Missionare, Blogger und Schiiten


Ermittler schützen den Tatort in Dhaka, an dem der religionskritische Blogger Niloy Chakrabarty im August ermordet wurde. (picture alliance / dpa / EPA/ABIR ABDULLAH)
Zehn katholische Priester haben in Bangladesch Todesdrohungen erhalten, vier Internet-Blogger wurden ermordet. In der Hauptstadt Dhaka starb zudem ein italienischer Entwicklungshelfer, kurz darauf traf es einen Japaner. Für all diese Taten will der IS verantwortlich sein.

Von Jürgen Webermann|Deutschlandfunk

Hasaqul Haq Inu ist Informationsminister in Bangladesch und gehört zur alten Garde. Er verehrt Willy Brandt, die SPD und die Grünen in Deutschland. Haq Inu steht für einen säkularen Staat. Aber auf die Anschläge der Islamisten angesprochen, wirkt der Minister im Gespräch mit der ARD fast schon hilflos.

„Unsere Extremistengruppen in Bangladesch haben eine direkte Verbindung zu den Taliban in Pakistan und Afghanistan sowie zum Islamischen Staat im Nahen Osten. Wir sind ein Land von 160 Millionen Menschen. 85 Prozent sind Muslime. Es gibt weltweit eine Tendenz, dass bestimmte Gruppen wie Taliban und IS den Namen des Islam missbrauchen. Wir sind also verwundbar. Es ist auch hier möglich, dass Menschen in den Untergrund gehen.“

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