Mittelmeer: Erdbebengefahr höher als gedacht


Das Gebiet um Kreta ist erdbebengefährdeter als bisher angenommen. © NASA
Trügerische Ruhe: Der Untergrund im östlichen Mittelmeer ist seismisch aktiver als bisher angenommen. Denn in der Vergangenheit ereigneten sich hier mehrfach ganze Serien von Starkbeben, wie Geoforscher herausgefunden haben. Wann die momentane Ruhe endet und sich das nächste Starkbeben und vielleicht sogar ein Tsunami ereignen, ist unbekannt. Dennoch sei es sinnvoll, Kreta durch Frühwarnsysteme und erdbebensicheres Bauen zu schützen, warnen die Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“.

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Das Mittelmeer liegt mitten in einer Kollisionszone: Hier trifft die Afrikanische Platte bei ihrer Nordwanderung auf die Eurasische und hat dabei den Untergrund in ein chaotisches Puzzle aus unzähligen Verwerfungen und Plattenbruchstücken zerbrochen. Als Folge treten gerade im Gebiet Italiens und in der Ägäis immer wieder Erdbeben auf und auch Tsunamis gelten als durchaus möglich.

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