Neues US-Weltraumschürfrecht


Asteroid Eros. Foto: NASA
Letzte Woche unterzeichnete US-Präsident Barack Obama den U.S. Commercial Space Launch Competitiveness Act. Er regelt, das Bodenschätze, die von Asteroiden geholt werden, im Besitz des Unternehmens sind, das sie gefördert hat.

Von Peter Mühlbauer|TELEPOLIS

Beantragen müssen US-Unternehmen so einem Abbau dem neuen Gesetz nach bei der Weltraumbehörde NASA. Für reine Weltraumflüge ist dagegen das amerikanische Verkehrsministerium zuständig. Und für alle verteidigungsrelevanten Weltraumaktivitäten das Pentagon.

Probleme mit anderen Staaten und mit dem Vertrag über die Grundsätze zur Regelung der Tätigkeiten von Staaten bei der Erforschung und Nutzung des Weltraums einschließlich des Mondes und anderer Himmelskörper von 1967 (der die „nationale Aneignung durch Beanspruchung der Hoheitsgewalt, durch Benutzung oder Okkupation oder durch andere Mittel“ untersagt) erwartet die US-Regierung (anders als viele US-Medien) durch das neue Gesetz offiziell nicht: Denn zum einen regelt es nur den Besitz an Bodenschätzen (und beansprucht keine ganzen Himmelskörper) – und zum anderen muss der Abbau nicht nur „im Einklang mit US-Bundesrecht“, sondern auch mit den „internationalen Verpflichtungen“ stehen.

Allerdings haben auch Russland, China, Indien, Japan und andere Länder Ambitionen im Weltraum, aus denen sich potenziell Konkurrenzsituationen und Streitigkeiten ergeben könnten. Russland hat seine Ausgaben zur Weltraumforschung zwischen 2005 und 2015 jährlich um sechs Prozent gesteigert und baut als Ersatz für den heute in Kasachstan liegenden sowjetischen Weltraumbahnhof Baikonur ein an das Straßen- und Eisenbahnnetz angebundenes 700 Quadratkilometer großes Kosmodrom im ostsibirischen Wostotschny, wo die ersten bemannten Flüge bereits 2018 starten sollen.

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