Schlammschlacht im Vatikan: Die dreckige Wäsche der «Unbefleckten»


Francesca Immacolata Chaouqui: Sie und Monsignore Balda sollen Vatikan-Interna geliefert haben. ETTORE FERRARI/EPA/Keystone Quelle: KEYSTONE
Francesca Immacolata Chaouqui soll nicht nur vatikanische Geheimnisse verraten, sondern auch die Gebrüder Silvio und Paolo Berlusconi erpresst haben. Für den Kirchenstaat wird die Affäre zur immer grösseren PR-Katastrophe.

Von Dominik Straub|AARGAUER ZEITUNG

Der Prozess wegen Geheimnisverrats vor dem vatikanischen Gericht ist vorerst vertagt worden; das hindert die beiden Hauptangeklagten aber nicht, in der Öffentlichkeit ausgiebig dreckige Wäsche zu waschen.

So behauptet der spanische Monsignore Lucio Angel Vallejo Balda in einem «Memorandum», das auf wundersame Weise den Weg aus seiner vatikanischen Zelle zur Römer Zeitung «La Repubblica» gefunden hat, dass seine mutmassliche Komplizin Francesca Immacolata (die Unbefleckte) Chaouqui regelmässige Teilnehmerin an Silvio Berlusconis Partys gewesen sei.

In den umfangreichen Ermittlungsakten zu den Sexorgien des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten war ihr Name freilich nie aufgetaucht. Aber Kontakte zur Familie Berlusconi hatte die 33-jährige Juristin und PR-Fachfrau sehr wohl: Wie der «Corriere della Sera» gestern berichtete, ermittelt die Römer Staatsanwaltschaft gegen sie und ihren Ehemann Corrado Lanino wegen Erpressung.

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