Astronomen spüren fehlende Materie des Universums auf


Das kosmische Netz aus Filamenten und Knoten ist die Basis für die Materieverteilung im Universum. © V.Springel / Max-Planck Institut für Astrophysik
Versteckt im kosmischen Netzwerk: Astronomen könnten das Rätsel der im Universum „fehlenden“ normalen Materie gelöst haben. Denn Galaxien und andere Himmelsstrukturen machen nur rund die Hälfte davon aus. Jetzt deuten Beobachtungen an einem Galaxiencluster darauf hin, dass sich die fehlenden Materieteilchen in dem kosmischen Netzwerk von heißen Gasfilamenten verstecken könnte. Denn diese Filamente bestehen zu etwa fünf bis zehn Prozent aus den gesuchten Atombausteinen, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Die normale Materie macht in Universum nur rund fünf Prozent aus, der Rest sind Dunkle Materie und Dunkle Energie. Doch selbst von diesen fünf Prozent ließ sich bisher in unserer kosmischen Umgebung nur etwa die Hälfte aufspüren – in Galaxien und ihrer direkten Umgebung. Die Galaxien wiederum sind nicht gleichmäßig verteilt, sie entstehen an den Knotenpunkten eines kosmischen Netzwerks aus Gasfilamenten. Sie sind quasi die Adern des Kosmos und versorgen die Galaxien mit Gasnachschub.

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