Evangelikale rekrutieren auf Staatskosten – Bund greift ein: Zivildienst im Namen Gottes


Bild. Blick.ch
Dieses Stelleninserat lässt aufhorchen: Die Christen-Frömmler vom Verein Livenet suchen Zivildienstleistende. Ziel: «Alle Schweizer Haushalte mit dem Evangelium zu erreichen.» Finanziert wird die Zivi-Stelle mit Unterstützung des Steuerzahlers. Wer «Teil einer christlichen Gemeinde und Nichtraucher» ist, kann statt im Militär bei den Machern von Jesus.ch seinen Staatsdienst leisten.

Von Michael Sahli, Christoph Lenz|Blick.ch

Frühere Stelleninserate belegen: Zivis wurden sogar für «SMS- und Telefon-Seelsorge» eingesetzt. Dabei sagt das Zivildienstgesetz klar: Nicht erlaubt sind Einsätze, die bezwecken, religiöses oder weltanschauliches Gedankengut zu verbreiten.

Valentin Abgottspon (36) ist Vizepräsident der religionskritischen Freidenker-Vereinigung. Er ist auf das Inserat gestossen und sagt: «Diese staatlich finanzierte Missionierung ist unserer Meinung nach nicht zulässig. Das sind christliche Fundamentalisten!»

weiterlesen

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.