„Im Namen von Jesu Blut – verschwinde!“


DerverzweifelteJesusDer Strandreporter trifft im brasilianischen Amazonaswald zwei deutsche Frauen. Sie wollen die Indianer vor bösen Geistern und dem Teufel retten. Nicht immer klappt das.

Von Thomas Fischermann|ZEIT ONLINE

Wo Gott ist, da lebt auch der Teufel, sagt die Missionarin. Man sei immer umgeben von guten und bösen Geistern, nur dass ein Christenmensch sie nicht sehen könne – anderes als die Indianer, die hier überall in den Wäldern der Amazonasregion leben.

Margarete Pätkau will aufräumen mit dieser unsichtbaren Geisterwelt. 2006 hat es die gelernte Altenpflegerin aus einer Bibelschule in Breckerfeld in den nordbrasilianischen Amazonaswald verschlagen. Nun zeigt sie den Ureinwohnern den aus ihrer Sicht richtigen Weg. Doch die Widerstände sind enorm, die irdischen und die überirdischen: „Dem Teufel ist es ein Dorn im Auge, wenn ein Mensch ans Licht kommt“, erklärt sie.

Wenn der Teufel sauer ist auf Margarete, dann fühlt sie sich schwach. Dann geht sie rastlos auf und ab. Thrombose-Venen platzen an ihren Beinen. Ein Blitz schlägt in den Computer ein, auf dem sie gerade noch die Bibelkurs-Unterlagen vorbereitet hat. „Diese Arbeit ist nichts für jemanden, der eine labile Psyche hat“, sagt Margarete, die Missionarin.

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