Pegida ruiniert Dresden das Tourismusgeschäft


Bild von der gestrigen Pegida-Demo. Twitter
Bild von der gestrigen Pegida-Demo. Twitter
Nahezu alle Städte in Deutschland verzeichnen höhere Touristenzahlen. Nur die Buchungen in Dresdens Hotels gehen erstmals seit Jahren zurück. In der Stadt stehen 20.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel.

DIE WELT

Glühwein, Räuchermännchen, Striezelmarkt und montags schwarz-rot-goldene Fahnen – das ist Weihnachten in Dresden. Auch im Dezember marschiert die antiislamische Pegida-Bewegung unbeirrt durch die Stadt, deren Image zunehmend unter den fremdenfeindlichen Protesten leidet.

Zwar sind die Hotels an den Wochenenden im Weihnachtsmonat wie immer gut gebucht. Nach fünf Rekordjahren in Folge verzeichnet die Tourismusbranche in der sächsischen Landeshauptstadt, die sich gern rühmt, Deutschlands „Weihnachtshauptstadt“ zu sein, bislang aber erstmals weniger Übernachtungen. Vor allem Inlandstouristen bleiben aus.

Zwischen Januar und September gingen die Übernachtungszahlen in Dresden um 2,3 Prozent zurück. Im gesamten Vorjahr gab es insgesamt noch ein dickes Plus von 7,6 Prozent. Johannes Lohmeyer, Vorsitzender des Tourismusverbandes Dresden, sieht die Branche in ihrer „tiefsten Krise seit der Wiedervereinigung“.

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