Wie Saudi-Arabien den Klimaschutz torpediert


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Zusammen mit seinen Nachbarn auf der Halbinsel ist Saudi-Arabien mit Öl und Gas reich geworden. Nun blockiert das Land die internationale Klimapolitik, trotz bereits bedrohlicher Dürre. Tödliche Hitzewellen könnten folgen und die Bedingungen verschärfen, sodass mehr und mehr Menschen zur Flucht gezwungen werden

Von Andreas Sieber|Cicero

Auf dem Klimagipfel in Paris arbeitet kein anderes Land so hart daran, ein Klima-Abkommen zu verhindern wie Saudi-Arabien. Der Handel mit Öl hat die Golfstaaten zu einer der reichsten Regionen der Welt gemacht: Katar hat sein Pro-Kopf-Einkommen in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Saudi-Arabien produziert die Hälfte seines Bruttoinlandproduktes mit Öl und Gas. Gleichzeitig könnte der Klimawandel die Region auch wieder arm machen und die Zahl von Klimaflüchtlingen steigern.

„Der gesamte mittlere Osten leidet bereits heute an Wasserknappheit. Das war schon vor dem Klimawandel so, aber die globale Erwärmung hat das Problem vergrößert“, sagte Kumi Naidoo, Geschäftsführer von Greenpeace International, dem Cicero in Paris. Bereits heute können 16 Prozent des Wasserbedarfs der Region nicht gedeckt werden. Nach Einschätzung der Weltbank wird sich der Wassermangel bis Mitte des nächsten Jahrzehnts verdoppeln.

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