Neues Wundermittel bei Haarausfall?


Anscheinend gibt es Grund zur Hoffnung für Menschen mit Haarausfall. Das amerikanische Magazin „Science Advances“ hat unlängst Forschungsergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der Columbia University in New York veröffentlicht, die sich intensiv mit modernen Behandlungsmethoden des Haarausfalls beschäftigt. Die Wissenschaftlerin Angela Christiano hat die Studie im Medical Center der Universität geleitet und dabei den Einfluss eines bestimmten Enzyms auf das Haarwachstum entdeckt.

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JAK-Enzymblocker regen das Haarwachstum an

{1l}Das wissenschaftliche Team untersuchte Prozesse in den Haarfollikeln von Menschen und Mäusen. Hierbei stießen sie auf eine bestimmte Art von Enzymen. Solche, die zu der Familie der sogenannten Januskinasen (JAK) gehören, würden die Entwicklung von neuen Haaren hemmen und die Follikel in die Ruhephase (Endes des Lebenszyklus im Haarwachstum) versetzen.

Die Ergebnisse legen nahe, dass bei einer Hemmung der Enzyme der natürliche Prozess des Haarwachstums wieder aktiviert und angeregt werden könne. Der entsprechende Versuch an Mäusen innerhalb der Studie war erfolgreich. Für das Ausschalten der JAK-Enzyme kommen zwei Substanzen in Frage – Ruxolitinib und Tofacitinib. Diese sind in Deutschland bereits für die medizinische Verwendung zugelassen und finden bei der Behandlung von Blut- oder Rheumaerkrankungen ihren Einsatz. Eine Ausweitung der Indikation wäre durchaus denkbar und der erste Ansatz in der Entwicklung von JAK-Hemmern zur Behandlung von Haarausfall.

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