EU-Parlament hielt Konferenz zur Christenverfolgung ab


Europa

Initiator war Vizepräsident Antonio Tajani – EU-Bischofskommission betont Novum, dass diesmal nicht NGO, sondern der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments selber die Vorbereitung übernommen und ausführliches und profundes Dokument erstellte.

kath.net

Der Stellvertretenden Generalsekretär der EU-Bischofskommission ComECE, Michael Kuhn, hat am Donnerstag die Bedeutung der Brüsseler Konferenz „Christenverfolgung in der Welt – Ein Aufruf zum Handeln“ hervorgehoben. Die von Europaparlaments-Vizepräsident Antonio Tajani initiierte Konferenz im Europaparlament sei erstmals keine von NGOs vorbereite Veranstaltung zu dem Thema gewesen. Vielmehr sei das große Novum, dass diesmal nicht eine NGO, sondern der EPRS – also der Wissenschaftliche Dienst des EU-Parlaments – selber die Vorbereitung übernommen und ein ausführliches und profundes Dokument erstellt habe, so Kuhn im „Kathpress“-Gespräch.
EU-Parlamentspräsident Martin Schulz sagte bei der Konferenz, das Phänomen sei bisher unterschätzt worden. Das EU-Parlament müsse „überall“ dazu beitragen, die Christen zu schützen. Grundrechte seien heute „ernsthaft bedroht“, so Schulz: „Und die Verfolgung der Religion ist eine Verletzung der Grundrechte.“

Vizepräsident Tajani erinnerte, dass heute keine andere Religionsgemeinschaft so stark Hass, Gewalt und systematischer Aggression ausgeliefert sei wie das Christentum. Die politische Debatte in Europa könne „nicht auf Banken beschränkt“ werden, sondern es müsse wieder dazu kommen, „dass wir über Werte sprechen“.

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