Theologin: Erzählung vom Weihnachtsmann verführt Kinder zu Atheismus


WeihnachtsschmuckDie Erzählung vom Weihnachtsmann kann nach Ansicht der evangelischen Religionspädagogin Heike Lindner Kinder zu Atheismus verführen.

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Dem Weihnachtsmann fehle jeder „historische oder theologische Kern“, er sei „ein Mythos ohne Substanz“, sagte die Kölner Theologieprofessorin im Interview der „Welt am Sonntag“. Solche Geschichten könne „man im Jugendalter nicht ins aufgeklärte Denken integrieren und nicht mit Sinn füllen“, sagte Lindner der Zeitung. Die Erzählung vom Weihnachtsmann gefährde daher die Entwicklung eines erwachsenen Glaubens und begünstige ein Abgleiten in den Atheismus, weil sich dadurch „der Eindruck festsetzen kann, die Weihnachtsbotschaft insgesamt sei substanzfrei – so, wie die Geschichte vom Weihnachtsmann“. Vom Nikolaus oder vom Christkind zu erzählen, sei hingegen empfehlenswert. Die Geschichten dieser beiden könne man später hervorragend „als Metapher der christlichen Botschaft neu aneignen und in einen aufgeklärten Glauben integrieren“, weil sowohl Nikolaus als auch Christkind eine historische und theologische Substanz besäßen, die erhalten bleibe, wenn der Kinderglaube verblasse.

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2 Comments

  1. Wenn Theologen ihre Schwachsinnsangelegenheiten den Kindern (auch den Kindern im Geiste) einbläuen wollen, nennen sie es „missionieren“. (Selbst in manchen Sakristeien, Klosterschulen und Pfarrhäusern etc., wurde und wird nicht „verführt“ sondern „missioniert“. 😉 )

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  2. Tröstlich ist, dass der Artikel bei der online-Zeitung unter „Boulevard“ läuft. Kann auch Knecht Ruprecht später integriert werden? Und wenn es schon so weit ist, dass bereits ein Weihnachtsmann die Entwicklung eines „erwachsenen Glaubens“ (!) „gefährdet“, dann muss dieser Glaube wohl sehr fragil sein. Ebenso scheint es sich mit der „historischen Substanz“ des Christkinds und des Nikolaus zu verhalten. Oder reichen da bereits die Namen? Rudolf das Rentier fällt doch sicher auch unter die Gefährder? Und wie steht es mit dem Osterhasen, ist der auch Gefährder und sollte vielleicht sogar registriert und überwacht werden? Gibt es eigentlich eine Grenze der Lächerlichkeit?

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