Der Kellerwurmling


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Bild: esowatch
Mit seinen obskurantistischen Verschwörungsbüchern setzt der Verleger Jochen Kopp Millionen um. Auch seine eigene Herkunft liegt im Dunkeln.

Von Michael Gückel|taz.de

In einem Keller in Wurmlingen hat alles angefangen – hier gründete der heutige Verschwörungsmagnat Jochen Kopp 1994 seinen mittlerweile exorbitant gewachsenen Kopp-Verlag. Der Kellerwurmling, wie ihn sein Kumpel und Ufo-Fetischist Erich von Däniken gern nennt, hat etwas geschafft, von dem Millionen Spinner weltweit träumen: Mit Science-Gesülze, selbstheilendem Gemüse und Theorien über reptiloide Hohlkugelbewohner viel Geld zu verdienen.

Doch der Erfolg kommt nicht von ungefähr. Kopp ist ein harter Arbeiter, ein Schaffer, ein Macher – und ein Geheimniskrämer. Der Wurmling hält sich bedeckt und bleibt am liebsten in seinem luxuriös eingerichteten Kellerverlagsbüro in Rottenburg am Neckar.

Das Sonnenlicht scheut Kopp, es brennt in seinen Augen, die eher für dämmrige Lichtverhältnisse in Erdschächten und Tunneln gemacht sind. Das liegt ihm in den Genen. Der Wurmling gibt sich unnahbar, damit man sein wahres Geheimnis nicht errät. Doch man muss es endlich sagen, wie es ist: Kopp ist ein Alien.

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