Forscher kappen den Dino-Stammbaum


Victor Leshyk Fauna der Trias: Synapsiden (l.) trafen auf die ersten Dinosauromorpha – aber offenbar deutlich später als bisher gedacht
Erstmals gelang Forschern mithilfe einer atomaren Uhr die punktgenaue Datierung von Dinosaurier-Vorfahren aus der Trias. Die Studie stellt bisherige Erkenntnisse infrage – und verkürzt die Ahnenreihe der Saurier merklich.

Von Frank Patalong|KNOCHENSPLITTER Blog/SpON

Das Alter eines Fossils zu bestimmen, ist nicht einfach. Die bekannte C14-Methode ist in der Paläontologie nicht anwendbar, sie ist nur für bis zu circa 50.000 Jahre alte Funde tauglich.

In der Paläontologie läuft die Altersbestimmung eines Fossils meist über die Analyse des Gesteins aus der Umgebung. Gesteine liegen in Schichten und bestimmten Abfolgen. Wenn man weiß, dass Gestein XYZ in einer Region beispielsweise die Kreidezeit repräsentiert, dann geht man davon aus, dass dasselbe Gestein in einem geologisch vergleichbaren Gebiet für die gleiche Periode steht.

Und wie weiß man, wie alt ein Gestein ist? Dafür gibt es Indikatoren: Die genauesten Daten liefert die Messung der Zerfallsprodukte radioaktiven Materials. Das landet beispielsweise durch die Asche von Vulkanausbrüchen im Sediment. Die Zerfallsrate der enthaltenen Isotope kennt man, sie sind bekannte Konstanten. Diese „Uhr“ ist allerdings relativ grob: Man misst hier in Jahrmillionen, zumindest aber in mehreren Hunderttausend Jahren.

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