Kommission will Bischöfe im britischen Oberhaus reduzieren


The House of Lords: Hier soll es bald weniger Plätze für anglikanische Bischöfe geben. – AFP
Eine Kommission hat die Reduzierung der anglikanischen Bischöfe im britischen Oberhaus vorgeschlagen. Ein „allgemeiner Rückgang“ des Christentums in der Gesellschaft mache eine Neuordnung nötig, heißt es in einem am Montag vorgestellten Bericht der „Kommission für Religion und Glaube im öffentlichen Leben“, aus dem der Sender BBC zitiert.

Radio Vatikan

Demnach sollen die bislang 26 anglikanischen Bischöfe im Oberhaus einen Teil ihrer festen Plätze unter anderem für Vertreter anderer Glaubensrichtungen räumen. Weiter schlägt die Kommission unter Leitung der früheren Lordrichterin Baroness Butler-Sloss vor, staatlichen und nationalen Feiern wie auch der Krönungszeremonie einen „pluralistischen Charakter“ zu verleihen. In Schulen in religiöser Trägerschaft solle der Proporz der Schüler einer bestimmten Konfession überdacht werden. Zugleich plädierte die Kommission für eine Stärkung der Meinungsfreiheit gegen Tendenzen, radikale Äußerungen im Rahmen der Anti-Terror-Gesetzgebung einzuschränken.

Die anglikanische Kirche bewertete den Report als verfehlt. Er sei bestimmt von der „altmodischen Sicht“, dass die Bedeutung herkömmlicher Religionen abnehme und dass die Nicht-Zugehörigkeit zu einer Glaubensrichtung mit Atheismus oder Säkularismus gleichbedeutend sei, sagte eine Kirchensprecherin der Zeitung The Telegraph. Die „National Secular Society“, die sich für eine Trennung von Religion und Staat einsetzt, erklärte laut BBC, das Papier zeige viel „Händeringen, aber wenige konkrete Lösungen“.

weiterlesen

 

1 Comment

Kommentare sind geschlossen.