Mit Fegefeuer und Ablass tun sich deutsche Katholiken schwer


Bild: Hans Memling, ca. 1470 (Public Domain)
Bild: Hans Memling, ca. 1470 (Public Domain)
Zum Heiligen Jahr der Barmherzigkeit gehört der Jubiläumsablass samt Fegefeuer und Sündenstrafen. Viele Katholiken können damit aber nichts mehr anfangen. Und Protestanten fühlen sich an Auswüchse zu Luthers Zeiten erinnert.

Von Wiebke Rannenberg|evangelisch.de

Mit dem vom Papst ausgerufenen Heiligen Jahr der Barmherzigkeit, das am 8. Dezember beginnt, rückt ein Thema in den Vordergrund, das von vielen Gläubigen in Deutschland als Relikt aus dem Mittelalter betrachtet wird: der Ablass. Heilige Jahre sind Hoch-Zeiten für Ablässe. Einen Ablass kann erlangen, wer während eines Heiligen Jahres durch eine Heilige Pforte geht und danach bestimmte Gebete spricht und Buße tut.

Wirkliche Erfahrung

Seinem Leitthema, der Barmherzigkeit, folgend hat Papst Franziskus die Möglichkeiten sogar noch ausgeweitet: In jedem Bistum dürfen diesmal Heilige Pforten eröffnet werden, Gefangene können den Ablass beim Gang durch die Zellentür und Kranke im Bett empfangen. „Ich möchte, dass der Jubiläumsablass jeden als wirkliche Erfahrung der Barmherzigkeit Gottes erreicht“, schreibt Franziskus.

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