Uni Bern: «Mit Kreationismus hat das alles nichts zu tun»


Aliens

An der Universität wird am Mittwoch eine kleine Bibliothek eingeweiht – für Leute, die gern auf der Grenze zwischen Wissenschaft und Religion surfen.

Von Dölf Barben|DER BUND

Da und dort dürften die Alarmlämpchen zu glimmen beginnen. «Evolution als Schöpfung»: So ist der Festvortrag überschrieben, mit dem am Mittwoch an der Universität Bern die «Science & Religion Bibliothek» eingeweiht wird. Festredner ist der Schweizer Biologie-Nobelpreisträger Werner Arber, Präsident der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften. Hinter der Veranstaltung stehen das Zentrum für Weltraumforschung und Habitabilität (CSH) der Universität Bern und die theologische Fakultät. Der Begriff Habitabilität steht im Zusammenhang mit der Suche nach fremden Planeten, auf denen Leben möglich ist.

Evolution und Schöpfung: Das ist das Spannungsfeld, in dem sich Kreationisten bewegen, also Leute, die Mühe haben mit der Idee, dass die Entwicklung der Welt ohne Plan erfolgt sein soll, also ohne göttliches Zutun. CSH-Direktorin Kathrin Altwegg, die Physikprofessorin, die letztes Jahr im Zusammenhang mit der Kometenmission Rosetta mehrere Auftritte in der Öffentlichkeit hatte und heute ebenfalls eine kurze Ansprache hält, bringt die Alarmlämpchen rasch zum Erlöschen: «Nein, nein», sagt sie, «mit Kreationismus hat das alles nichts zu tun.» Professor Arber sei ein «Hardcore-Wissenschaftler».

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