Veganismus entwickelt religionsartige Züge


Bild: Wikimedia Commons/alfa88papa (CC-BY-SA 3.0)
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Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW): Fragen zur Gesundheit und der richtigen Ernährung bestimmen bei manchen Veganern das ganze Leben, Nahrungsaufnahme werde häufig zur ethisch wichtigsten Frage hochstilisiert.

kath.net

Fragen zur Gesundheit und der richtigen Ernährung bestimmen bei manchen Veganern das ganze Leben. Die vegane Bewegung kann sich damit zu einer „religionsartigen Weltanschauung“ entwickeln. Diese Meinung vertritt der wissenschaftliche Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen (EZW), Kai Funkschmidt (Berlin), in deren Zeitschrift. Anders als Vegetarier verzichten Veganer beim Essen nicht nur auf Fleisch und Fisch, sondern auch auf tierische Produkte wie Milch, Eier und Honig. Einige lehnen außerdem Leder, Wolle oder Seide ab. Häufig wird laut Funkschmidt in der veganen Literatur ein Zusammenhang zwischen dem Verzicht auf tierische Lebensmittel und gesundheitlicher Erholung sowie Heilungswundern hergestellt. So behaupte der vegane Koch Eric Lechasseur, durch die Umstellung auf vegane Ernährung von Krebs und schweren Allergien geheilt worden zu sein. Nach Worten Funkschmidts fehlt allerdings der wissenschaftliche Nachweis. Mit dem individuellen Heilsversprechen gehe oft eine universale Heilshoffnung einher: Veganer verstünden ihre Lebensweise als Lösung des Welthungers oder als Quelle eines künftigen Weltfriedens. Problematisch sei auch das überzogene Selbstbewusstsein mancher Veganer. Häufig werde die Nahrungsaufnahme zur ethisch wichtigsten Frage hochstilisiert. Dem entspreche das Gefühl, zu einer Elite zu gehören, die sich von anderen Menschen abgrenze. Funkschmidt sieht im Veganismus eine Reaktion auf die moderne Massentierhaltung. Einer natürlichen Lebensweise entspreche der Veganismus aber keineswegs. Denn ein veganes Leben sei nur durch importierte Lebensmittel und Ergänzungsprodukte möglich.

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2 Comments

  1. […] Ausgerechnet die Propagandisten einer christlichen Sekte, der evangelische Nachrichtenagentur Idea, diffamieren Veganismus, indem sie ihm „religionsartige Züge“ unterstellen. So predigt der wissenschaftliche[sic!] Referent der Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, „die vegane Bewegung“ könne sich „zu einer ‚religionsartigen Weltanschauung‘ entwickeln“. Passend zitiert er die esoterisch-speziesistische Allesfresserideologie seines fiktiven Halbgotts Jesus: „Nicht das, was durch den Mund in den Menschen hineinkommt, macht ihn unrein, sondern das, was aus dem Mund des Menschen herauskommt, das macht ihn unrein“ (Matthäus 15,11). Dass sein Guru ein paar Sätze weiter (Matthäus 15,20) die unhaltbare These äußert: „Aber mit ungewaschenen Händen essen verunreinigt den Menschen nicht“ und damit der Ansteckung mit teils tödlichen Keimen Tür und Tor öffnet, verschweigt er geflissentlich. Nun ist Religion aber der Glaube an übernatürliche Kräfte und deren kultische Verehrung – also eher das, was Unveganer mit ihren Mythen von magischen Stoffen im „Fleisch“, die Veganern fehlen sollen, und ihren regelmäßigen Tier-Brandopfern, dem sogenannten „Grillen“, praktizieren. Im Gegensatz dazu sind ethisch verantwortlich denkende und handelnde Menschen eben nicht nur vegan, sondern Antitheisten.
    […] aus: http://maqi.de/presse/welttierrechtstag2015.html

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