Deutlich effizientere Herstellung induzierter pluripotenter Stammzellen


Österreichische Forscher identifizierten Mechanismus, der zentral für die Wahrung der Zellidentität ist – und ausgeschaltet werden kann

derStandard.at

Einen wichtigen „Hüter der Zellidentität“ haben österreichische Forscher mit internationalen Kollegen entdeckt. Der Faktor sorgt dafür, dass spezialisierte Körperzellen ihre Funktion beibehalten. Damit verhindert er auch effektiv, Zellen für therapeutische Zwecke zu Stammzellen zurückzuprogrammieren. Durch das Ausschalten dieses Faktors funktioniere das viel besser, so die Forscher im Fachmagazin „Nature“.

2006 hat der japanische Arzt und Stammzellforscher Shinya Yamanaka gezeigt, dass man mit vier Entwicklungsgenen spezialisierte Körperzellen in vielseitige Stammzellen zurückverwandeln kann. 2012 wurde er dafür mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet.

Doch bis heute ist die Herstellung solcher induzierter pluripotenter Stammzellen (iPS Zellen) langwierig, kompliziert und wenig effektiv, erklärte Johannes Zuber vom Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien. Man habe deshalb schon länger vermutet, dass „Schranken-Faktoren“ die Umwandlung behindern.

weiterlesen