Sexueller Missbrauch in buddhistischen Klöstern


Buddhistische Nonnen in Yangon, Myanmar. Foto: Hau Dinh (Keystone)
Myanmar, früher Burma, gehört zu den packendsten touristischen Zielen in Asien. Durch die jahrzehntelange Abschottung und den wirtschaftlichen Boykott blieb es bis heute recht ursprünglich. Aber leider auch arm.

Von Hugo Stamm|Blogs-Tages Anzeiger

Ein grosser Teil der Faszination macht die tief verwurzelte Volksfrömmigkeit aus, die vielleicht nur noch in Bali so ausgeprägt ist. Die immense Zahl der Pagoden und Klöster wird nur noch durch das Heer der buddhistischen Mönche übertroffen. In Myanmar ist die sakrale oder spirituelle Atmosphäre spürbar, wie ich aktuell auf meiner Reise durch das sich seit ein paar Jahren rasch öffnende Land erlebe. Tempel, Klöster und Buddha-Statuen gehören zu den bevorzugten Zielen. Buddhismus sei Dank.

Auf der Reise zeigen sich aber auch Kehrseiten dieser religiösen Philosophie. Auf Schritt und Tritt stolpert der Besucher über Spendenboxen, meist in Form von riesigen Vitrinen. Auf dem Weg hinauf zum Mount Popa zum Beispiel stehen die sperrigen Behälter fast neben jeder Buddha-Statue, in jeder Gebetsnische, in jedem Tempel und hinter jedem Tor.

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