Heidegger und seine «Schwarzen Hefte»: Ein Anfall von Ideologie


Martin Heidegger (1960). Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0

Die Diskussion um Heidegger und seine «Schwarzen Hefte» geht weiter. Eine Tagung in Freiburg i. Br. fragte in grösserem Bogen nach der «Ideologieanfälligkeit» von Intellektuellen.

Von Mario Schärli|Neue Zürcher Zeitung

«Mystiker» sei er, seine Philosophie «Nonsens», «nicht einmal brauchbare Tagträume» enthalte sie, schallte es aus dem Munde Rainer Martens ins volle Auditorium der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg im Breisgau. – Wer? Martin Heidegger, 1928 ebendorthin auf eine Professur berufen, einer der wirkungsmächtigsten Philosophen des 20. Jahrhunderts und infolge der Veröffentlichung seiner «Schwarzen Hefte» – wieder – in aller Munde. «Schwarz» ist an diesen Heften nicht bloss der Einband, sondern auch der Inhalt – und Letzteres machte sie zum Anlass einer Tagung über «die Ideologieanfälligkeit der Intellektuellen», die vergangene Woche an Heideggers früherer Wirkungsstätte stattfand. Es ist nicht die erste seit dem Erscheinen jener Hefte und wird nicht die letzte gewesen sein.

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