Mehr Autismus durch Antidepressiva?


Autistische Kinder haben oft Probleme, soziale Signale zu verstehen – sie sind isoliert wie hinter einer Glaswand. © Marcin Pawinski /thinkstock
Forscher haben weitere mögliche Ursache von Autismus entdeckt: Antidepressiva. Wenn Mütter in den letzten zwei Dritteln der Schwangerschaft solche Mittel einnehmen, steigt das Autismus-Risiko ihrer Kinder um bis zu 87 Prozent, wie Wissenschaftler im Fachmagazin „JAMA Pediatrics“ berichten. Besonders die sogenannten Selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer scheinen demnach die Hirnentwicklung der ungeborenen Kinder zu stören.

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Die Häufigkeit von Autismus und autistischen Entwicklungsstörungen bei Kindern nimmt zu: Inzwischen sind zwischen ein und drei Prozent der Jungen und rund ein Prozent der Mädchen betroffen. Klar scheint, dass neben einer genetischen Veranlagung auch Umwelteinflüsse für eine Entstehung des Autismus verantwortlich sind. Welche dies aber sind, bleibt strittig. Im Verdacht stehen unter anderem Belastungen im Mutterleib durch Pestizide, aber auch durch Bisphenol A, Feinstaub oder ältere Väter.

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