Rätselhafter Teilchenüberschuss am Cern


Eine Teilchenkollision, bei der zwei hochenergetische Photonen (rot) entstehen. (Bild: CMS / Cern)
Teilchenphysiker am Cern sind auf eine Anomalie gestossen, die auf ein neues Teilchen hindeuten könnte. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass es sich um eine statistische Fluktuation handelt.

Von Christian Speicher|Neue Zürcher Zeitung

Der Teilchenbeschleuniger am Cern in Genf läuft seit einem halben Jahr in einem bisher unerforschten Energiebereich. Am Dienstag haben Sprecher des Atlas- und des CMS-Experiments die mit Spannung erwarteten Resultate der letzten Monate vorgestellt. Aufhorchen lassen vor allem Teilchenkollisionen, bei denen zwei Photonen erzeugt werden.

Beide Arbeitsgruppen haben festgestellt, dass diese Ereignisse etwas häufiger vorkommen, als man es aufgrund bekannter physikalischer Prozesse erwarten würde. Dieser kleine «Höcker» in der Verteilung könnte darauf hindeuten, dass bei den Kollisionen ein bisher unbekanntes, massereiches Teilchen produziert wird, das nach kurzer Zeit in zwei Photonen zerfällt.

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