Weltweite Analyse: Klimawandel heizt Seen auf – auch in Deutschland


Illinois State University/USGS/C Seen weltweit: In nördlichen Breiten ist der Anstieg am stärksten, in Äquatornähe könnte er fatale Folgen haben
Das Trinkwasser könnte knapp werden, Menschen verhungern – Forscher warnen vor dem Einfluss des Klimawandels auf Seen weltweit. In den Gewässern steigt die Temperatur noch stärker als im Ozean.

SpON

Sie beherbergen einen großen Teil des Süßwassers auf der Erde, sind der Lebensraum zahlreicher Fische und Pflanzen und dienen einigen Menschen als direkte und teils einzige Trinkwasserquelle. Doch auch die Seen weltweit sind vom Klimawandel bedroht: Um durchschnittlich 0,34 Grad stieg die Oberflächentemperatur der Gewässer in zehn Jahren, berichten Forscher im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“. Auch Seen in Deutschland sind von der Erwärmung betroffen.

Catherine O’Reilly von der Illinois State University und Kollegen haben Wasser- und Satellitendaten aus den Jahren 1985 bis 2009 ausgewertet. Die Analyse umfasste 235 Seen, die mehr als die Hälfte der weltweiten Süßwasserreserven beherbergen. Es sei die erste weltweite Analyse dieser Art, berichten die Forscher. Der gefundene Anstieg könne den Ökosystemen gefährlich und eine Bedrohung für die Trinkwasserversorgung werden.

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