„Eventlocation“ Vatikan: Kongreß über Ästhetische Gynäkologie, G-Punkt und Vagina-Lifting


Bild:katholisches info
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Im Oktober 2014 wurde die Sixtinische Kapelle im Vatikan an den Porsche Travel Club vermietet. Wo sich sonst jeden Tag 15.000 Menschen drängen, um zumindest für einige Minuten das einzigartige Prachtwerk Michelangelos betrachten zu können, genossen 40 Porschefahrer das Privileg eines Privatkonzertes. Die Eintrittskarte zum exklusiven Ereignis kostete 4.990 Euro. Im Gegenzug für den privilegierten Zugang überwies der Porsche Travel Club dem Vatikan eine ungenannte Summe, ça va sans dire zur Unterstützung wohltätiger Initiativen von Papst Franziskus.

Von Giuseppe Nardi|katholisches.info

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„Schamlippen-Vergrößerung“ und „G-Spot-Amplification“

Der nächste Schritt folgt 2016. Am 20./21. April wird der Vatikan zum Austragungsort des 1° World Congressder European Society of Aestethic Gynecology (ESAG). Am Päpstlichen Patristischen Institut Augustinianum, das sich normalerweise mit der Theologiegeschichte des Frühchristentums befaßt, wird im kommenden Jahr über ganz andere Argumente diskutiert: etwa über die „optimale Stimulierung des G-Punktes für ein befriedigendes Sexualleben“, über „O-Spot-Amplification“, „neue Horizonte der Vaginal-Rekonstruktion“, die Vergrößerung oder Verkleinerung von Schamlippen, Techniken zur „Vaginalverjüngung“, „Lifting der Clitoris, „neue Aspekte der sex therapy“ und Kolpopoese, die Anlegung einer künstlichen Vagina. Sie wird bei Vaginalaplasie und Gynatresie eingesetzt, aber auch bei Geschlechtsumwandlungen von Männern zu Frauen.

Als letzter Punkt wird auch „Female Genital Mutilation (FGM)“ genannt. Die weibliche Genitalverstümmelung wird im Islam von allen vier sunnitischen Rechtsschulen befürwortet, wenn auch nicht überall in gleichem Ausmaß praktiziert. Die Schafiiten schreiben sie ausdrücklich vor, was die enorme Verbreitung der weiblichen Genitalverstümmelung in Ägypten, dem Jemen, Malaysia, Indonesien, Ostafrika und unter den Kurden erklärt. Die Malikiten schreiben sie nicht vor, sehen darin aber eine Prophetentradition (Mohammed). Im malkitischen Einzugsgebiet ist sie vor allem im schwarzafrikanischen Teil verbreitet, nicht aber – auffallenderweise – im einst christlich geprägten Nordafrika. Die auffällige Präsenz moslemischer Mitglieder der ESAG dürfte mit der weiblichen Genitalverstümmelung zu tun haben.

 

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