Die älteste Koranhandschrift liegt in Berlin


In der Berliner Staatsbibliothek liegt eine wertvolle Koranhandschrift (Symbolbild) (picture alliance / dpa / Bilawal Arbab)
Bis heute rätseln Wissenschaftler, wie und wann der Koran verschriftlicht wurde. Ein Puzzleteil für diese Forschung liegt in der Berliner Staatsbibliothek – die älteste umfangreiche Koranhandschrift der Welt.

Von Dieter Wulf|Deutschlandradio Kultur

Wir sind im Keller der Berliner Staatsbibliothek. Über lange Flure führt Christoph Rauch, der Leiter der Orientabteilung, an mehreren großen Stahltüren vorbei in das besonders geschützte Handschriftenmagazin.

„Hier befinden sich unsere 43.000 orientalischen Handschriften gut gesichert. Das ist die größte Sammlung orientalischer Handschriften in einer deutschen Bibliothek, eine der größten Sammlungen in der westlichen Welt.“

Auf einem Schaumstoffkissen liegt der sogenannte Wetzstein Koran. Das Buch, etwa in DIN A4-Größe, ist von einem abgewetzten Ledereinband umhüllt. Der aber, erklärt Christoph Rauch, gehöre nicht zum Original, sondern wurde vor über hundert Jahren hier in der Bibliothek gefertigt.

„Schlagen wir ihn mal auf, von rechts nach links natürlich. Der Anfang fehlt, es sind ca. 85 Prozent des Korantextes, die hier bewahrt sind in dieser alten Handschrift und deshalb beginnen wir hier, inmitten der Sure Zwei.“

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