Höckes Rassentheorie


© Daniel Pilar Einpeitscher: Der Landesvorsitzende der AfD in Thüringen, Björn Höcke, spricht auf der Kundgebung seiner Partei auf dem Alten Markt in Magdeburg am 14.10.2015.
Die Neue Rechte pflegt einen ganz besonderen Sound. Sie verbirgt Unkundigen, was sie den Kundigen enthüllt. Das Referat des AfD-Politikers Höcke über das Fortpflanzungsverhalten von Afrikanern ist kein Einzelfall.

Von Volker Zastrow|Frankfurter Allgemeine

Götz Kubitschek, Karlheinz Weißmann und Dieter Stein sind drei maßgebliche Persönlichkeiten einer so etikettierten Neuen Rechten, die sich nach der Wiedervereinigung im intellektuellen Milieu der Bundesrepublik formierte. Dieses rechtsintellektuelle Denken überwölbt ein Spektrum, das sich vom Nationalkonservatismus über die Nach- und Vorkriegstraditionen der „Konservativen Revolution“ bis hin zu einem neuen völkischen Extremismus ausfächert, wie er unter anderem in der „identitären“ Spielart vertreten ist.

Der 1967 geborene Stein ist Chefredakteur der „Jungen Freiheit“. Er war früher bei den Republikanern, verließ sie aber 1990 als noch junger Mann. Rechtsextremisten betrachtet er als politische Gegner. Er hat sich in dieser Woche in einem Leitartikel vom fünf Jahre jüngeren Höcke distanziert und die AfD aufgefordert, sich mit einem „Befreiungsschlag“ von „radikalen Sektierern“ zu trennen. Sie dürfe ihre einmalige Chance nicht verspielen, sich als „frische, moderne politische Alternative“ zu etablieren.

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