Immobilien-Irrsinn in Spanien: Kirche gehört jetzt der Kirche


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Durch ein abstruses Gesetz konnte sich die katholische Kirche in Spanien eine der größten Sehenswürdigkeiten des Landes unter den Nagel reißen: die Mezquita-Kathedrale. Nun machen Bürger und Wissenschaftler aus aller Welt ihrer Empörung Luft.

Von Tino Brömme|SpON

Die Moschee und Kathedrale von Córdoba begeistert mit ihrer maurischen Architektur Jahr für Jahr Tausende Besucher, die ihren „Säulenwald“ und Orangengarten durchwandern. Muslimische Gebete allerdings finden hier schon seit 800 Jahren nicht mehr statt. Damals entriss die Reconquista den Arabern die iberische Halbinsel und die Moschee wurde zur katholischen Kirche geweiht.

In der Mitte des 20.396-Quadratmeter-Komplexes erhebt sich daher eine gotische Kathedrale, erbaut im 16. Jahrhundert, die zwischen den orientalischen Säulenbögen wie ein Fremdkörper wirkt. Doch die Jahrhunderte ältere arabische Vorgeschichte ist in den Informationsbroschüren, auf den Schautafeln oder der offiziellen Webseite kaum mehr als eine Randnotiz.

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