Bist Du auch schon ‚fair-rückt‘?


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Adventszeit ist Konsumzeit. Jeder kauft, was das Zeug hält. Doch immer mehr junge Menschen sagen: Nein, wir müssen uns ändern! Wir müssen nachhaltiger werden!

Von Julia Bernhard|kath.net

Adventszeit ist Konsumzeit. Schokolebkuchen vom Supermarkt, Deko-Nippes für die Schwester zu Weihnachten, die perfekte und günstige Aufmachung für die Feiertage, eine neue Lichterkette für den Baum, weil bei der alten drei Lämpchen nicht mehr funktionieren – jeder kauft, was das Zeug hält. Aber bei manch einem meldet sich das schlechte Gewissen und stört das festliche Gefühl: Ist das so richtig? Immer mehr junge Menschen sagen: Nein, wir müssen uns ändern! Wir müssen nachhaltiger werden!
Zum Einkaufen geht Marie mit dem Stoffbeutel. Darin landen fair gehandelter Kaffee und Bio-Hackfleisch. Der Salatkopf wird beim Bauern vor Ort geholt. Aus alten Kleidern näht sie neue, aus kaputten Handtüchern schicke Taschen. Das zerbeulte Fahrrad wird repariert. Marie wohnt in Berlin, vielleicht auch in Heidelberg oder Freiburg. Sie ist zwischen 20 und 40 Jahre alt und steht für einen neuen Trend in ihrer Generation: „Neo-Ökologie“ hat eine Studie des Frankfurter Zukunftsinstituts ihn betitelt – neues Bewusstsein für Nachhaltigkeit. Die Ideale, die damit verbunden sind, sind steil, aber lobenswert: Dem Kleinbauern aus Indien soll seine Existenz gesichert werden, Unfälle in großen Textilfabriken sollen vermieden werden, die Ökobilanz unseres Daseins auf der Erde soll möglichst positiv ausfallen, die Natur soll nur so viel belastet werden wie absolut nötig.

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