Kernforschungszentrum CERN: Fabiola Gianotti übernimmt Institutsleitung


Fabiola Gianotti am CERN (Bild: CERN)
Mit Fabiola Gianotti rückt erstmals eine Frau an die Spitze des europäischen Kernforschungszentrums CERN. Die Forscherin arbeitet seit Jahrzehnten in Genf. Dort feiert man derweil den runden Geburtstag der allerersten Webseite.

Von Detlef Borchers|heise online

Die frühere Sprecherin des ATLAS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC), Fabiola Gianotti, wird zum 1. Januar 2016 Direktorin des Genfer Kernforschungszentrums CERN. Sie löst damit Rolf-Dieter Heuer ab und ist die erste Frau, die das renommierte europäische Forschungsinstitut leitet. Turnusmäßig amtiert sie für fünf Jahre, eine weitere Amtszeit im Anschluss ist aber möglich.

Eigenwillige Präsentation

Die 1960 geborene italienische Physikerin Gianotti arbeitet seit 1987 am CERN und wurde für ihre Forschungen rund um die Bestätigung des Higgs-Bosons mehrfach ausgezeichnet. 1989 promovierte die weiterhin aktive Forscherin mit einer Arbeit über das UA2-Experiment. Sie ist Mitglied zahlreicher Wissenschaftsgremien, etwa im Beirat des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY) oder im wissenschaftlichen Beirat von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon.

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