TU-Dortmund-Physikern gelingt ein revolutionär tiefer Blick in den Hochenergie-Kosmos


Künstlerische Darstellung eines Flachspektrum-Radioquasars. Bild: NASA
Einem internationalen Forscherteam, an dem auch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der TU Dortmund beteiligt sind, ist jetzt die Entdeckung einer der am weitesten entfernten Quellen von hochenergetischer Gammastrahlung gelungen. Der aktive Galaxienkern mit der Katalogbezeichnung PKS 1441+25 wurde mit dem MAGIC (Major Atmospheric Gamma-ray Imaging Cherenkov) Teleskopsystem auf der Kanareninsel La Palma, mit den VERITAS Teleskopen in den USA und mit dem Satellitenobservatorium Fermi-LAT beobachtet. Die Ergebnisse des Forscherteams erscheinen in dieser Woche in der angesehenen Fachzeitschrift „Astrophysical Journal Letters“.

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PKS 1441+25 im Sternbild Bootes (der Bärenhüter) ist einer der beiden am weitesten entfernten aktiven Galaxienkerne, die jemals im höchstenergetischen Gammastrahlenbereich – bei Energien, die viele Milliarden Mal größer sind als die des sichtbaren Lichts – beobachtet werden konnten.

Der Nachweis so weit entfernter Objekte in diesem Energiebereich ist unter anderem deshalb so schwierig, weil höchstenergetische Gammastrahlung auf ihrem Milliarden Lichtjahre langen Weg durch das Universum durch Wechselwirkungen mit niederenergetischen Photonen absorbiert wird.

Diese niederenergetischen Photonen erfüllen das Universum in Form eines diffusen extragalaktischen Hintergrundlichtes, das sozusagen den summarischen Fingerabdruck der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte der Sterne und Galaxien im Kosmos bildet. Untersuchungen der Gammastrahlung von Objekten wie PKS 1441+25 ermöglichen indirekt so auch einen Blick weit zurück in eine Zeit, in der die Galaxien erst die Hälfte ihres heutigen Alters hatten.

Als im April 2015 das Large Area Telescope (LAT) auf dem Fermi-Satelliten der NASA eine Phase erhöhter Aktivität bei PKS 1441+25 registrierte, zögerten die Wissenschaftler der MAGIC Kollaboration, an dem die TU beteiligt ist, nicht lange und richteten ihre Teleskope ebenfalls auf das Objekt.

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