Lasst uns Muslime bekehren


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Weihnachten ist auch ein Fest der Mission. Statt nur Willkommenskultur zu predigen, sollten die Kirchen den muslimischen Flüchtlingen daher auch die Botschaft Christi anbieten

Von Alexander Kissler|Cicero

Jahr um Jahr wird das Fest mehr zum Rätsel: Was wird denn an Weihnachten gefeiert? Stabile Mehrheiten bekommen die Antworten, es handele es sich um das „Fest der Liebe“ oder ein „Fest der Familie“. So äußern sich Prominente, fragt man sie nach ihrem persönlichen Weihnachten, das dann doch nur ein typisches ist: Heimkehr, Friede, gutes Essen, der Weihnachtsbaum als Geschenkeabwurfstelle. Den Deutschen ihr Weihnachten zu vermiesen, ist noch keinem Regime gelungen, denn die Deutschen sind Familienmenschen, Brauchtumsmenschen, Nostalgiker.

Wer fragt schon noch nach Jesus Christus?

Die Ahnung, es sei ein religiöses Fest, ein christliches zumal, ist vorhanden, wird aber selten formuliert. Wer hörte je von einer Umfrage, in der die theologisch richtige Antwort zu hören wäre, an Weihnachten feiere die Kirche die Geburt Jesu Christi, des Gottessohnes, Gott und Mensch zugleich, Heiland und Erlöser aller Menschen? Von der „dramatischen und krisenhaften Seite“ (Gilbert Keith Chesterton) des teils kommerziell verkitschten, teils individuell umgedeuteten Festes ist nirgends die Rede. Die Familie Jesu floh von Bethlehem nach Ägypten, um den Häschern des Herodes zu entgehen, und verbrachte dort rund vier Jahre – ein Vorzeichen des schändlichen Todes auf Golgatha. „Die religiöse Bedeutung von Weihnachten“, so abermals Chesterton, „ist für das moderne Denken in höchstem Maß anstößig“. Weihnachten beschwört letztlich Kreuzigung und Verfolgung herauf, nicht Kommerz und Schlemmerei.

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