Vatikan-Prälat transportierte 20 Millionen Euro in Privatjet


Bild: tilly
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Staatsanwaltschaft beantragt vier Jahre Haft gegen Nunzio Scarano

derStandard.at

Die römische Staatsanwaltschaft hat am Montag eine Strafe von vier Jahren und sechs Monaten Haft bei einem Prozess gegen Vatikan-Prälat Nunzio Scarano wegen Korruption und Verleumdung gefordert. Bei dem Verfahren geht es um die vorgetäuschte Schenkungen einer Offshore-Gesellschaft, die von Scarano über Konten des vatikanischen Geldinstituts IOR abgewickelt worden sein sollen.

Der Geistliche war im Juni 2013 von italienischen Behörden verhaftet worden, da er an einer versuchten illegalen Überführung von 20 Millionen Euro Bargeld in einem Privatjet aus der Schweiz nach Italien beteiligt gewesen sein soll. Der Prozess gegen ihn läuft seit Juli 2014.

Scarano war früher Rechnungsprüfer der vatikanischen Güterverwaltung APSA. Er erhob seinerseits schwere Vorwürfe gegen seine Vorgesetzten.