Erlaubnis zum Waffenbesitz: Scharf schießen in Meißen


© dpa Die Schützen des Schützenverein Meißen schießen im September 2015 einen traditionellen Salut zum Auftakt der Weinlese in Sachsen.
Immer mehr Menschen in Sachsen beschaffen sich eine Erlaubnis zum Waffenbesitz, immer mehr Pfeffersprays wandern über die Ladentheke. Ähnliche Entwicklungen sind auch in anderen Bundesländern zu beobachten. Warum ist das so?

Von Julia Niemann|Frankfurter Allgemeine

Trotz der warmen Temperaturen liegt eine winterliche Stimmung über der dämmrigen Landschaft der sächsischen Provinz. Das einzige Licht weit und breit leuchtet im Vereinsheim der Meißener Sportschützen. Heute ist das letzte Training vor dem alljährlichen großen Weihnachtsschießen, und weil die Tage schon so kurz sind, haben die Schützen nicht mehr viel Zeit bis zum Sonnenuntergang. Mit ihren Flinten stehen sie dicht gedrängt im Schießstand und schießen konzentriert, ohne dabei viele Worte zu verlieren. Nebenan im Vereinsheim wird alles für das Weihnachtsfest vorbereitet. Die große Tafel ist feierlich gedeckt. Doch die Stimmung ist getrübt.

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