Flüchtlinge: Religionsfreiheit gilt keineswegs grenzenlos


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Wer als Flüchtling in Deutschland lebt, muss akzeptieren, dass es Grenzen der Religionsfreiheit gibt. Glaubensfragen dürfen nicht mit Gewalt gelöst werden.

Von Thomas Straubhaar|DIE WELT

Im Namen Gottes feiern Millionen Menschen in diesen Tagen friedlich Weihnachten und die Geburt Jesu Christi. Weltweit leisten Gläubige für Gotteslohn schon fast unmenschlich viel Gutes, um das Leben von Hilfsbedürftigen menschlicher zu machen, Armut und Elend zu überwinden und das alltägliche Dasein von Schwachen und Notleidenden zu verbessern.

Andere berufen sich seit Jahrhunderten auf Gott, um Kreuzzüge zu führen und Ungläubige zu morden. Bis in die Gegenwart scheuen sie nicht vor unmenschlichen Gräueltaten zurück, im festen Glauben, damit Gott zu gefallen.

Im Namen Gottes zu handeln rechtfertigt offenbar völlig unterschiedliches Tun. Im Guten wie im Schlechten sind Menschen unerschütterlich bis überheblich davon überzeugt, Gottes Willen zu folgen. In beiden Fällen jedoch bleibt es Glaubenssache, wer tatsächlich im Namen Gottes handelt. Weder gibt es absolute noch objektive Wahrheiten. Glaubensfragen lassen sich nicht mit wissenschaftlicher Logik beantworten.

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