Mitgefühl mit Fremden kann man lernen


Größeres Mitgefühl für Fremde entsteht durch positive Erfahrungen wie überraschende Hilfsbereitschaft. © FreeImages.com / Marco Michelini
„Was geht mich fremdes Elend an?“ Diese Haltung gegenüber Menschen fremder Kulturen und Flüchtlingen lässt sich überwinden: Behandelt uns ein Fremder überraschend hilfsbereit, steigert das unser Mitgefühl. Neurowissenschaftler haben mit Gehirnscans herausgefunden, dass sich diese hinzugelernte Empathie auf die ganze Gruppe ausdehnt, der wir den fremden Wohltäter zuordnen. Schon wenige positive Lernerfahrungen reichen aus, um empathischer zu werden, schreiben die Forscher im Journal „Proceedings of the National Academy of Sciences“.

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Ein Unfall vor der eigenen Haustür oder eine Flutkatastrophe am anderen Ende der Welt – das Unglück anderer Menschen betrifft uns umso stärker, je näher uns diese Menschen stehen. Dieses unterschiedlich ausgeprägte Mitgefühl kann sogar so weit gehen, dass wir mehr Mitleid mit Haustieren als mit fremden Menschen haben. Die fehlende Empathie für „den Fremden“ steht auch hinter vielen Konflikten zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten und Kulturen – und nicht zuletzt mit den zu uns kommenden Flüchtlingen.

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