Prominente Verflachung


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Gegen eine Verflachung des christlichen Glaubens haben sich die Unternehmerin Nicola Leibinger-Kammüller (Stuttgart) und die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff (Berlin) gewandt.

kath.net

Im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zeigten sich die beiden Protestantinnen davon überzeugt, dass aus dem Evangelium „eine gewaltige Kraft erwächst“. Sie sei allerdings in Deutschland immer weniger spürbar. Beide Frauen kritisieren einen Trend zu einem „anstrengungslosen Christentum“. Leibinger-Kammüller (56): „Diese ganze Verflachung finde ich grausam.“ Kritik übte die Unternehmerin auch an einer Eventkultur der Kirchen: „Das ist nicht mehr als sinnloses Herumgehampel. Als ob der Glaube einfacher würde, wann man ihn vermeintlich lebensnäher macht.“ Lewitscharoff (61) pflichtet ihr bei: „Wenn ich in einen Gottesdienst gehe, will ich nicht Werbesprüchen wie bei Hennes & Mauritz ausgesetzt werden.“ Sie halte den protestantischen Weg für nicht gut, „bei allen Weichspültendenzen des Sozialen und Gesellschaftlichen mit von der Partie zu sein“. Ohne verbindliche Rituale und Gemeindebindung komme es zu Einsamkeits– und Verlassenheitsphänomenen. Leibinger-Kammüller räumte ein, dass man den Glauben zwar auch im stillen Kämmerlein praktizieren könne, doch brauche er Gemeinschaft.

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