Tiefsee: Neue Art von heißen Quellen entdeckt


Hydrothermale Schlote am Von Damm Feld in der Karibik. © National Oceanography Centre
Überraschung in der Tiefsee: In der Karibik haben Meeresforscher eine völlig neue Art von hydrothermalen Quellen entdeckt. Die Schlote geben viel mehr Wärme ab, als an ihrer Position nach existierenden Modellen möglich sein dürfte. Sollten noch mehr hydrothermale Felder dieser bislang übersehen Art existieren, könnte diese Energiemenge ein Rätsel der Energiebilanz der Erde lösen, schreiben die Wissenschaftler im Magazin „Nature Communications“.

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An hydrothermalen Quellen tritt Hitze aus dem Inneren der Erde an die Oberfläche der Erdkruste. Besonders ausgeprägt ist dieser Prozess dort, wo zwei tektonische Platten auseinander treiben und heißes Gestein aus der Tiefe nachdringt. An solchen Stellen, wie etwa entlang des Mittelatlantischen Rückens, entstehen die meisten bekannten hydrothermalen Quellen der Tiefsee: Aufsteigendes Magma erhitzt Wasser im Gestein, welches mehrere hundert Grad heiß aus dem Meeresgrund austritt. Beim Abkühlen im eiskalten Tiefseewasser fallen gelöste Mineralien aus und bilden die charakteristischen „Rauchfahnen“ und Schlote der sogenannten Schwarzen Raucher.

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