„Jesus hatte keine Kinder und soll nun als Familienmensch herhalten“


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Fast alle feiern Weihnachten – aber nicht alle verstehen dasselbe, wenn von diesem Fest die Rede ist. Ein Gespräch mit dem Soziologen Michael Ebertz

Von Uli Fricker|Südkurier

Herr Professor Ebertz, Umfragen zeigen, dass 62 Prozent der Deutschen an Gott glauben. Ist das viel oder wenig?

Überraschend ist, dass sich diese Zahl über Jahrzehnte stabil hält. Im Vergleich zu anderen Ländern, etwa Frankreich, ist dies eine hohe Zahl. Wenn man nur die Westdeutschen anschaut, dann summiert sie auf 70 bis 72 Prozent. In Glaubensdingen existiert innerhalb Deutschlands ein West-Ost-Gefälle.

Weihnachten gründet sich auf Jesu Geburt. Wie sieht es damit aus?

Dass sich Gott in Jesus zu erkennen gegeben hat, findet nur noch bei zwei Dritteln der Katholiken und Katholikinnen und bei etwas mehr als der Hälfte der Evangelischen Zustimmung.

Dabei bildet Jesus Christus das Fundament dieses Glaubens.

Das stimmt. Und wenn Sie an weitere Glaubenspfeiler klopfen, zeigen sich auch hier Erosionen, und zwar erhebliche, etwa wenn es um die Auferstehung geht. Oder die Bedeutung Gottes als Richter am Ende der Zeit: Nicht einmal mehr die Hälfte der Kirchenmitglieder kann damit etwas anfangen. Dabei ist es kirchenoffizielle Lehre.

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1 Comment

  1. Bei allem Wunschdenken und aller Schönrederei oder auch sonstiger, diverser Spekulationen rund um die Religion, steht wohl eines fest. Die Story um den Zimmermannsgesellen Jesus und das gesamte, daraus entstandene Christentum (forciert durch den cleversten aller damaligen jüdischen Pharisäer, namens Saulus, alias Paulus, von Tarsus), ist das teuerste Kinder- und Erwachsenenmärchen, wofür sich einfältige Menschen seit mehr als zweitausend Jahren über´s Ohr hauen ließen und leider immer noch lassen.

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