Erfolg der Kurden gegen den IS stört türkische Interessen


SFD angeblich auf der Westseite des Euphrat. Bild: SFD
In Rojava, der selbstverwalteten Region Nordsyriens, hat eine neue Offensive gegen den IS begonnen. Nachdem im November mit der Offensive auf Al Hawl im Südosten des Kantons Cizire entscheidende Basen des IS eingenommen wurden, begannen die von den USA unterstützten bzw. Demokratischen Kräfte Syriens (SDF – Syrian Democratic Forces) nun eine großangelegte Operation am Teshrin-Staudamm im Südwesten von Kobane.

Von Elke Dangeleit, Michael Knapp|TELEPOLIS

Die SDF bestehen aus einem Bündnis von 13 verschiedenen arabischen militärischen Einheiten wie z.B. Burkan al Firat und Suwar ar Raqqa, von der Türkei unabhängigen turkmenischen Einheiten wie Liwa al Selçuki, den Einheiten der Suryoye und der YPG/YPJ. Die SDF wurde am 12.Oktober 2015 im Rahmen der Offensive auf Al Hawl gegründet.

Die strategische Bedeutung von Teshrin

Der Teshrin-Staudamm und etwa 80 in seiner Umgebung liegende Dörfer wurden zwischen dem 23.12. und 26.12. durch die SDF eingenommen. Er befand sich ab 2012, wie ein Großteil der 70-km-Zone bis zur Grenze unter Kontrolle der FSA und ging am 14. Mai 2014 nach kurzen Auseinandersetzungen an den IS über.

Die Straße über den Staudamm ist die zentrale Verbindung zwischen den IS-Basen Raqqa, Minbic und Cerablus. Außerdem stellt er die regionale Stromversorgung bis nach Aleppo hin sicher. Besonders wichtig ist dieser Strom auch für die Tiefbrunnen der Landwirtschaft und die Versorgung der Bewässerungskanäle. Deswegen hatte die Operation eine besondere strategische Bedeutung.

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