Helgoland, Königgrätz, Verdun


Bild: youtube.com
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Die CDU will das 175 Jahre alte Lied der Deutschen im Grundgesetz verankern. 2016 bietet einige Gedenktage, um grundsätzlicher darüber nachzudenken, wie sinnvoll das ist.

Von Albert Funk|DER TAGESSPIEGEL

Das Grundgesetz ist ja eine Art Stopfwurst geworden. Oder um die wohltemperierten Worte unseres Bundestagspräsidenten zu zitieren: „Der Ursprungstext hat im Laufe der Jahre manche Ergänzungen erfahren.“ Wegen „zweitrangiger Fragen“. Daher sei die Verfassung heute zwar deutlich länger, „aber nicht unbedingt deutlich besser als der schlanke Text von 1949“. So Norbert Lammert in der Feierstunde „65 Jahre Grundgesetz“ im Bundestag vor anderthalb Jahren.

Lammerts Partei, die CDU, will jetzt die Nationalhymne im Grundgesetz festschreiben. Den Antrag dafür könnte sie zum Beispiel am 26. August stellen. An jenem Sommertag vor 175 Jahren, im Jahr 1841, schrieb August Heinrich Hoffmann von Fallersleben den Text, beginnend mit „Deutschland, Deutschland…“, auf Helgoland, das damals britisch war. Drei trinkliedtaugliche Strophen, von denen heute nur noch die dritte als hymnenfähig gilt.

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