Emir von Qatar: Wer schert sich schon ums Nachtflugverbot


© AP Staatsoberhaupt: Scheich Tamim bin Hamad Al Thani
Am zweiten Weihnachtsfeiertag landen gleich neun Flugzeuge des Emirs von Qatar auf dem Flughafen Zürich – drei davon während der Nachtflugsperre. Was war passiert?

Von Florian Siebeck|Frankfurter Allgemeine

Die Flugzeuge der qatarischen Königsfamilie sind keine unbekannten auf dem Züricher Flughafen. Die Scheichs kaufen sich mit Milliarden in Schweizer Banken und Unternehmen ein, sie pflegen enge Bande zu Politik und Wirtschaft und halten prestigeträchtige Immobilien, darunter das jüngst eröffnete Hotel Atlantis am Fuß des Uetlibergs.

Aufsehen erregte es dann aber doch, als am letzten Weihnachtsfeiertag gleich neun Flugzeuge der Qataris auf dem Flughafen Zürich-Kloten landeten, drei davon mitten in der Nacht. Im Gegensatz zu anderen großen Verkehrsflughäfen in Europa herrscht in Zürich eine strikte Nachtflugsperre von 23.30 Uhr bis 6 Uhr morgens, für die eine Ausnahme nur vom Bundesamt für Zivilluftfahrt bewilligt werden kann. Eine Sprecherin des Amtes sagte dem Schweizer „Tagesanzeiger“, die Genehmigung sei „aufgrund eines medizinischen Notfalls“ erteilt worden.

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